Das Bier - ABC

Von A wie Alkoholfrei bis Z wie Zapfen

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Alkoholfreies Bier :

eine mittlerweile in vielen Sorten angebotene erfrischende Biervariation. Das Bier ist praktisch ganz Alkoholfrei (max. 0,5 Vol -% Restalkohol sind erlaubt)

Altbier :

Obergriges Vollbier mit etwa 4,8% Alkohol. Hopfenbetont und von dunkler Bernsteinfarbe. Wird hauptschlich in Dsseldorf und am Niederrhein getrunken, einige Marken sind jedoch auch bundesweit erhltlich. Der Name stammt von der alten obergrigen Brauart - und nicht weil das Bier besonders alt ist. Das Bier wird bei 15 bis 20 Grad vergoren - einer Temperatur, die es mglich macht, dieses Bier bei hheren Auentemperaturen ohne Khlung zu brauen. Alt wird typisch aus kurzen 0,2l Glsern getrunken. Trinktemperatur 8 bis 10 Grad. Ideal geniet man ein Alt in einem der urigen Brauhuser (wie Fchschen,  Schlssel) oder Kneipen in der Dsseldorfer Altstadt.

Alkoholgehalt :

Der bei der Grung gebildete Alkohol, angegeben in Volumenprozent (Vol -%). Erfolgt die Angabe in Gewichtsprozenten, ist dies gesondert anzugeben.

Abbaye :

Belgisches dunkles Bier, obergrig gebraut. Belgische Klster, die nicht die Trappisten-Bezeichnung fhren drfen, brauen entweder unter dieser Bezeichnung selbst, oder vergeben Lizenzen an weltliche Brauereien. Ein leckeres Beispiel ist das Floreffe blonde der Brasserie Lefebvre aus Belgien.

Alsterwasser :

Das norddeutsche Pendant zum Radler, hier wird es mit Pilsener und Zitronenlimonade gemixt. Den Namen hat das Alsterwasser durch die ehemals klare Alster.

Aromahopfen :

Damit sind die Hopfensorten gemeint, die das Bukett des Bieres bestimmen. Die bekanntesten Sorten sind Saazer, Hallertauer Mittelfrhe, Spalter Aromahopfen, Tettnanger, die englischen Sorten Fuggles (wird auch als Bitterhopfen verwendet) und Goldings. Aromahopfen werden immer am Ende des Kochens zugefgt, damit sich das Hopfenaroma nicht verflchtigt.

Amylasen :

Enzyme, welche Strke in Malzzucker umwandeln knnen. Sie werden bei der Keimung der Gerste gebildet und wirken bei der Wrzeherstellung im Sudhaus.

Anstellen :

Einleitung des Grprozesses, bei dem die Hefe zu der Wrze gegeben wird.

Aroma :

Das Aroma des Bieres hngt von verschiedenen Faktoren ab. Die Auswahl der Rohstoffe ist dabei ebenso entscheidend wie die Art der verwendeten Hefe, die Grfhrung und die Reifung bis zur Abfllung.

Aufbewahrungsbedingungen :

Bierflaschen sollten stehend, khl und dunkel gelagert werden. Um keine Geschmackseinbuen hinzunehmen, sollte der Hausvorrat nicht lnger als 6 Wochen stehen. Haltbar ist Bier jedoch erheblich lnger.

Aussto :

Unter Aussto einer Brauerei wird ihre produzierte bzw. verkaufte Menge an Bier innerhalb eines Jahres verstanden. Meist gemessen in Hektoliter (hl). Ein Hektoliter entspricht 100 Liter. In Deutschland werden jhrlich rund 100 Millionen Hektoliter Bier gebraut.


Bierbauch :

meist flschliche Bezeichnung fr beleibte Biertrinker. Die allerwenigsten haben ihren Bauch vom Biertrinken. Der angebliche Bierbauch ist in Wirklichkeit ein Kartoffel - Eisbein - "Krnchen" - Bauch.

Berliner Weisse :

Ein obergriges Schankbier. Spritzig, leicht trb und suerlich. Hauptverbreitung in Berlin und Umgebung. Die Berliner Weisse hat ca. 2,8% Alkohol und wird aus Gersten und Weizenmalz gebraut. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 8 bis 10 Grad Celsius. Oft aus Pokalen mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup getrunken. Es ist kein Vollbier, sondern nur ein leichtes Schankbier. Das liegt daran, dass seine Stammwrze nur bei 7 bis 8 Vol. % liegt.

Biergattung :

Bier in Gattungen zu unterteilen, ist das Unterscheidungskriterium bei Bier, dem sich auch das Biersteuergesetz bedient. Danach wird in 4 Gattungen unterteilt, deren Grenze ein bestimmter Gehalt an Stammwrze bildet:

 
  • Einfachbiere

(2% bis 5,5% Stammwrze)

  • Schankbiere

(7% bis 8% Stammwrze)

  • Vollbiere

(11% bis 14% Stammwrze)

  • Starkbiere

(ab 16% Stammwrze)

Bockbier :

 enthlt mindestens 16 Vol -% Stammwrzegehalt. Es ist also ein Starkbier.

Brauereien :

In Deutschland gibt es ber 1200 Brauereibetriebe, die ber 5000 verschiedene Biere herstellen. Wollte man alle Biere ein einziges Mal probieren, msste man 14 Jahre tglich ein anderes testen. Die Region mit der hchsten Brauereidichte der Welt ist das Frankenland. Nach altem Brauch trinkt man in Franken nur Bier von Brauereien, deren Schlot vom Biertisch aus zu sehen ist.

Braugerste :

Fr die Bierherstellung wird die zweizeilige Sommergerste verwendet, die in der Mlzerei fr den Brauvorgang vorbereitet wird.

Bitter :

Stark gehopftes Bier. In England Bezeichnung fr ein stark gehopftes, obergriges Alevom Fass. Wird auf dem Festland zumeist untergrig gebraut, so zum Beispiel in Dortmund in der Hvels Hausbrauerei.

Braunbier :

Auch als Flmisches Braunbier bezeichnet. Obergrige, belgische Spezialitt. Schmeckt slich-sauer. Komplexer Geschmack, der an Gewrze oder Rosinen erinnert. Die sen Braunbiere knnen auch zum Erstellen von Sspeisen herangezogen werden.

Bitterhopfen :

So werden alle Hopfensorten bezeichnet, die den Bittergeschmack und die markante Herbe eines Bieres bestimmen. Bekannte Sorten sind der amerikanischer Cluster, der australischer Pride of Ringwood, die neuseelndischen Sorten Sticklebract und Green Bullet.

Bierarten :

Die Bierarten werden unterschieden nach obergrigen und untergrigen Bieren.

Bieraussto :

In Hektolitern ausgedrckte Menge des jhrlich hergestellten Bieres einer Brauerei.

Bierfarbe :

Bier bekommt seine Frbung durch das verwendete Malz. Bei dunklen Bieren wird dunkles Malz oder Rstmalz zugesetzt, das durch besonderes Mlzen und Darren (oder Rsten) hergestellt wird.

Bierpflege :

Fassbier bedarf einer besonders sorgfltigen Behandlung. Nach dem Transport sollten Fsser einige Zeit ruhen, da sich ansonsten beim Anstechen zu viel Schaum bildet. Die Temperatur und das richtige Zapfen sind fr ein gepflegtes Bier von groer Bedeutung.

Bodensatz :

Hefetrbe Biere weisen immer einen Hefe-Bodensatz auf, den man mit ins Glas einschenken kann oder man giet das berstehende klare Bier vorsichtig ab. Klarfiltrierte Biere drfen keinen Bodensatz aufweisen.

Brauerei :

In Deutschland gibt es knapp 1.300 Brausttten, in denen rund 6.000 Biermarken bebraut werden. Viele davon haben eine lange Tradition.

Brauwasser :

Fr die Produktion eines Hektoliters Bier (100 Liter) werden ca. 600 Liter Wasser bentigt. An dieses Wasser werden hohe Anforderungen gestellt. Es muss geschmacklich einwandfrei, geruchlos und klar sowie frei von bierschdlichen Organismen sein; Salze darf es nur in bestimmter Menge und Art enthalten. Die Qualitt des Brauwassers ist mitentscheidend fr die Gte eines Bieres.

Bgelflasche :

Bier, in der traditionellen Form der Bgelflasche, wird inzwischen wieder von einer Reihe von Brauereien aus Traditions- oder Marketinggrnden verkauft.


Coreff :

Englischer obergriger Biertyp, der von der franzsischen Brauerei Deux Rivires gebraut wird.

Chili Bier :

Zumeist ein Lager, dem man beim Reifen Chili Schoten zufgt. Ein hllisch scharfer Vertreter ist das Chili Beer von Garcia Brewing aus New Mexiko.


Doppelbock :

ein besonders starkes Bier, das mit einer Stammwrze von mindestens 18 % eingebraut wirt.

Dampfbier :

Dieser Begriff geht auf die Einfhrung der Dampfmaschinen in den Brauereien zurck. Obergrige Biere, die mit Hilfe von Dampfmaschinen gebraut wurden, nannte man Dampfbier. Heute gibt es z.B. Maisels Dampfbier, dessen Name auf diese Tradition zurckgeht.

Ditpils :

Bei der Herstellung von Ditpils - Zielgruppe sind Diabetiker und weniger die schlankheitsbewusste Damenwelt - werden in einem besonderen Brauverfahren fast smtliche Kohlehydrate zu Alkohol umgewandelt. Das Bier ist kalorienarm, jedoch sehr alkoholhaltig. Der berhhte Alkoholgehalt wird meist wieder entzogen.

Dinkel :

Eine besondere Sorte, bei der hnlich dem Weizen Dinkelmalz anstelle von Gestenmalz verwendet wird. 

Dosenbier :

Bier wurde erstmals 1935 in den USA in Dosen abgefllt. Dosenbier wird stabilisiert und/oder pasteurisiert, um eine bessere Haltbarkeit zu erzielen. Es hat einen Anteil an der Gesamtherstellung von etwa 2 %.

Diazethyl :

Bildet sich als Stoffwechselprodukt der Hefe whrend der Grung. Bei gut gefhrter Nachgrung wird es weitgehend wieder entfernt. Schon in kleinen Mengen verursacht Diacetyl einen bierfremden Geruch und Geschmack.

Dunkles Lagerbier :

Untergriges Vollbier, vollmundig, leicht gehopft, malzaromatisch. Die dunkle Farbe rhrt von der Verwendung dunklen Malzes des Mnchener Typs. Das Hauptverbreitungsgebiet ist Bayern.

Dry Beer :

Biertyp, der insbesondere in Japan und den USA sehr erfolgreich ist. Hat in der Regel einen kurzen und intensiven Geschmack, der von einem herb-wrzigen Aroma begleitet wird. Biere dieser Art werden wie die Ditbiere hoch vergoren.

Duvel :

Eigenstndige, obergrige Biersorte der belgischen Moortgart Brauerei. Wird in einem komplexen Brauvorgang dreifach vergoren. Der Legende nach entstand dieser Name, als beim Verkosten des Probesuds ein Brauereimitarbeiter das Bier als 'Das ist ein Teufel von einem Bier!' bezeichnete. Ursprnglich dunkel eingebraut, gibt es die heutige helle Version seit 1970. Man zollte den damals erfolgreicheren hellen Bieren Tribut.

Dekoktion :

Bei diesem Maischverfahren werden zwei Behlter bentigt. Im ersten Behlter befindet sich die Hauptmaische, im zweiten Behlter, der sogenannten Maischpfanne werden Teile der Hauptmaische auf eine definierte Temperatur erhitzt und der Hauptmaische wieder hinzugefgt. Dies wird inklusive Rastpausen so oft wiederholt, bis die Hauptmaische die gewnschte Temperatur hat.


Exportbier :

ist ein untergriges Vollbier. Durch geringere Hopfenzugabe ist weniger herb als ein Pils. Vollbier mit einer Stammwrze von ber 12%.

Eisbock :

Bockbier, welchem durch Gefrieren Wasser entzogen wurde.

Ester :

Flchtige Geschmackskomponenten im Bier, die bei der Grung entstehen. Sie knnen einen fruchtigen oder wrzigen Charakter haben. Sie sind dafr verantwortlich, dass insbesondere obergrige Biere nach Frchten schmecken knnen, obwohl keine hinzugegeben worden sind.

Enthrten :

Karbonate im Brauwasser sind bei der Bierherstellung unerwnscht. Wasser mit hoher Karbonathrte wird daher entkarbonisiert. Dafr gibt es verschiedene Verfahren und Aufbereitungsanlagen.

Extrakt :

Wertbestandteil, der sich aus einem Krper herauslsen lsst. Malzextrakt wird whrend des Maischeprozesses aus dem Malz gelst. Dieser Malzextrakt bildet die Bierwrze.


Festbier :

Unbestimmter Ausdruck fr Biersorten, die anlsslich eines Festes eingebraut werden, so zum Beispiel fr das Oktoberfest, den Cannstatter Wasen usw. Die Biere knnen sich sowohl im Alkoholgehalt, dem Malzcharakter und der Farbe unterscheiden. Die Eschweger Klosterbrauerei braut so ein Festbier.

Fruchtbier :

Biertyp, dem beim Wrzekochen neben Hopfen auch Frchte in Form von Beeren, Steinobst oder Blten hinzugegeben wird. Diese Zustze vergren bis auf Kerne oder Steine vollstndig. Kann sowohl ober- wie auch untergrig sein. Anders als Biermischgetrnke schmecken diese Biere nicht s oder slich, sondern erhalten eine charakteristische fruchtige Note.

Flaschenreifung :

Nachgrung und Lagerung des Bieres in der Flasche. Beeinflusst mageblich den Geschmack und den Charakter des Bieres.

Fastenbier :

Eine Erfindung der Mnche in der Fastenzeit. Nach der Definition: Was flssig ist, bricht das Fasten nicht.

Flaschenbier :

Etwa 75 % des in Deutschland getrunkenen Bieres kommt in Flaschen und Dosen auf den Markt.

Flaschengrung :

Bei Bieren mit Flaschengrung findet der letzte Teil des Grprozesses durch Zugabe von Hefe in der Flasche statt. Bekanntester Vertreter dieses Typs ist das Hefeweibier.

Forciertest :

Mit dieser Methode wird durch eine knstliche Alterung die nichtbiologische Haltbarkeit, also die voraussichtliche Lebensdauer des Bieres festgestellt. Dabei wird das Bier in Flaschen wechselweise bei 40 bzw. 60 und 0 Grad C aufbewahrt.

Fremdorganismen :

Bier ist ein Naturprodukt. Vor allem zu Beginn der Grung ist die Wrze anfllig fr Wildhefen, verschiedene Bakterien und Pilze, weil diese unter gleichen Bedingungen gedeihen wie die Bierhefe. Solche Fremdorganismen knnen das Bier in Geschmack und Haltbarkeit erheblich schdigen oder gar verderben. Groe Sorgfalt und Hygiene sowie die moderne Brautechnik knnen das verhindern.

Fuselle :

Hhere Alkohole, die sich bei der Grung bilden und in hherer Konzentration nachteilig auf Qualitt und Bekmmlichkeit wirken.


Gambrinus :

 

Der als Schutzpatron der Brauer verehrte Gambrinus gilt als Erfinder des Bieres. Er soll, so die berlieferung, erstmals Hopfen zum Wrzen des Gerstensaftes eingesetzt haben. Bereits damals wurde Bier in den Klosterschnken auch ber die Strae verkauft. ber Gambrinus ist wenig bekannt, manche Historiker halten ihn fr einen burgundischen Frsten aus dem 13. Jahrhundert, andere fr den Knig von Flandern und Brabant im 16. Jahrhundert

Gose :

Gose ist ein obergriges, helles Weibier; ein Traditionsbier aus Sachsen und Thringen, das heute wieder in Leipzig gebraut wird. Man trinkt es mit Kmmel oder Johannisbeersaft. Pur schmeckt es suerlich und erfrischend.

Grung :

Beim Gren verwandeln die Hefezellen den Malzzucker zu Alkohol und Kohlensure. Das dauert sieben bis acht Tage.

Gerste :

Gerste ist nach dem Deutschen Reinheitsgebot einer der vier Bestandteile des Bieres. Zweizeilige Sommergerste ist wegen des niedrigen Eiweigehaltes zum Brauen am besten geeignet. Sie wird durch Keimen und Darren in Malz umgewandelt und dann erst zum Brauen benutzt.

Geschmacksstabilitt :

Die Eigenschaft eines Bieres, die beim Abfllen vorhandene Qualitt bis zum Verbrauch unverndert zu erhalten. Hauptschliche Geschmacksvernderungen sind das Zerfallen der ursprnglichen Harmonie und ein Alterungston. Bei der DLG-Qualittsprfung wird die Geschmacksstabilitt durch das Prfen von zwei unterschiedlichen alten Proben des gleichen Bieres festgestellt.

Grundstoffe :

Fr die Erzeugung eines Hektoliter Vollbieres bentigt man im Durchschnitt: 17 kg Malz, 100 bis 300 g Doldenhopfen, 0,5 l Hefe und 1,4 hl Wasser.

Gueuze :

Ein Verschnitt aus alten und jungen Lambic - Bieren. In der Flasche erfhrt das Bier eine Nachgrung, das zu einem erhhten Kohlensuregehalt fhrt. Geuze besitzen zumeist ein rauchiges Aroma und einen lang anhaltenden Nachgeschmack. Es besitzt in der Regel einen suerlichen Charakter, groe Brauereien bringen jedoch auch sliche Gueuze -Varianten auf den Markt. Es gibt mehrere Schreibweisen des Namens (auch Geuze), die gngige Bezeichnung ist jedoch Gueuze.

Grnmalz :

Das am Ende der Keimung vorliegende Produkt bezeichnet man als Grnmalz.


Hopfen :

Als "Seele des Bieres" gibt er unserem Bier seinen herb - bitteren Geschmack, verleit ihm Haltbarkeit und stabilisiert den Schaum. Das grte Hopfen - Anbaugebiet der Welt ist die Hallertau in Bayern. Hopfen wird in Aroma- und Bittersorten unterteilt. Dabei bestimmt der Anteil an Alpha -Suren den Bitterstoffgehalt. Er liegt bei Aromasorten zwischen 3 und 6 %, bei deutschen Bittersorten zwischen 6 und 9 %.

Helles Lagerbier :

Untergriges, blankes Vollbier von hellgelber Farbe mit 4,6 bis rund 5 % Alkohol. Nicht so bitter, dafr malzaromatisch, teilweise ein wenig s. Frher wurden als Lagerbiere - wie heute noch im englischsprachigen Raum - nahezu alle untergrigen Vollbiere bezeichnet. In Deutschland nennt man heute nur solche Biere Lagerbier, die unter 12,5% Stammwrze haben und nicht der stark gehopften Pilsener Brauart angehren. Das in Bayern stark verbreitete, als Helles bzw. Bayrisch Hell bezeichnete Bier hat seinen Namen wohl durch die hellgelbe Farbe. In vergangenen Jahrzehnten wenig beachtet, stehen helle Lagerbiere wieder hoch im Kurs - angefhrt von Binding-Lager scheint sich eine Trendumkehr abzuzeichnen. Der Name entstammt brigens dem deutschen Wrtchen Lager, weil es vergleichsweise lnger gelagert werden kann als andere Biere.

Hefe (Brauhefe) :

Hefe bewirkt die alkoholische Grung und nimmt Einfluss auf Geschmack, Bekmmlichkeit und Haltbarkeit des Bieres.

Die Wirkung der Hefe im Brauprozess ist erst seit ca. 300 Jahren bekannt, was erklrt, warum Hefe im Reinheitsgebot keine Beachtung findet. Beim Grungsprozess spielte sie zweifellos immer die Hauptrolle.

Hanfbier :

Mit Hanfblten vergorenes Bier. Gibt es zum Beispiel von der Schweizer Brauerei Wdi - Brau - Huus mit dem Wdi Bru Hanf

Hefeweizen :

Wird teilweise auch nur als Hefe bezeichnet. Siehe auch Weizen. Hefeweizen, oder auch als naturtrbes Weizen bezeichnet, ist in Bayern der populrste Weizentyp. Hefeweizen entstehen auf unterschiedliche Art und Weise. Entweder macht das unfiltrierte Bier eine Nachreifung in der Flasche durch (frher immer so, braucht viel Sachverstand und Sorgfalt), oder das Bier wird wie ein Kristallweizen filtriert oder zentrifugiert. Hier gibt es dann zwei Mglichkeiten, zu einem Hefeweizen zu kommen. Dem klaren Weizen wird neue Hefe (entweder ober- oder untergrig) zugesetzt oder das Bier wird pasteurisiert und mit einem Schuss Sediment aus der Wrzepfanne versetzt, wobei das Bier dann trb erscheint. In allen Fllen findet eine Nachgrung in der Flasche statt. Je nach verwendetem Verfahren erhlt man Hefeweizen mit unterschiedlichem Charakter und Geschmack. Ein Hefeweizen ist zum Beispiel der Hasen-Bru Weier Hase aus Augsburg.

Helles :

Auch als Mnchner Hell bezeichnet. Goldblond in der Farbe und weniger bitter als ein Pils. Verwandte Biere sind das Dortmunder Export und das Wiener Export. Zuerst in Mnchen gebraut ist er zumeist im sddeutschen Raum oder durch den Einfluss bayerischer Brauereien auch oberhalb des Weiwurstquators zu finden. Dies hier kommt von der Hasserder Brauerei aus Wernigerode und heit Hasserder Hell.

Holunderbier :

Bier auf Pilsener Basis, bei dem zusammen mit den Hopfenblten auch Holunderblten dazugegeben werden. Ergibt den fr Holunder charakteristischen bitteren Geschmack. Beim Christoph Bru in Gaggenau gibt es dieses Saisonbier im Mrz.


Icebeer :

Bier, dem mittels ICE - RIFING Verfahren (Gefrieren) Wasser entzogen wurde. In den USA in den letzten Jahren populr geworden, schwappt der Trend nach Europa.

India Pale Ale :

Abgekrzt als IPA. Dies sind Pale Ales, die zur Zeit des britischen Empires fr die lange Seereise die extra stark gehopft und mit einer hohen Stammwrze gebraut wurden. So waren sie auch noch geniebar, wenn sie in Indien ankamen. Die heutigen IPA's sind allerdings nicht mehr so stark gehopft. IPA's werden mittlerweile auch in Amerika gebraut.

Irish Ale :

Obergriger irischer Biertyp. Malzbetont und mild im Geschmack mit der Ale - typischen Fruchtigkeit. Zumeist rtliche Farbe.

Inhaltsstoffe :

Kohlenhydrate, Eiwei, Kohlensure, Alkohol, verschiedene Mineralstoffe und Wasser sind im Bier enthalten. Nhere Informationen unter Inhaltsstoffe des Bieres.


Jungbier :

So nennen die Brauer das Bier nach der Hautgrung. Es wird vor der Abfllung noch vier bis sechs Wochen gelagert.

Jahresbierverbrauch :

Die Deutschen trinken jhrlich im Durchschnitt etwa 144 Liter Bier pro Kopf und damit weltweit das meiste Bier.


Klsch :

 ist ein hopfenbetontes obergriges Bier und darf nur in Kln gebraut werden.

Krusen :

Den Schaum, der sich nach Zugabe der Hefe an der Oberflche bildet, nennt man Krusen, Krusenbier ist ungefiltert also hefetrb.

Kellerbier :

Zumeist naturtrbes und unfiltriertes Bier mit Hopfennote und niederem Kohlensuregehalt. Siehe auch Krusen. Dies hier ist das Keller Pils vom Brunlinger Lwenbru.

Klosterbier :

Deutschsprachige Bezeichnung fr Biere, die in einem Kloster oder in einer von einem Kloster abstammenden Brauerei gebraut worden sind. Mittlerweile geschtzte Bezeichnung. Die lteste Klosterbrauerei, die immer noch Bier braut, ist die Kloster-Brauerei Weltenburg, und das seit 1050.

Kruidenbier :

Belgische Bezeichnung fr zumeist obergrige Biere, denen Kruter zugesetzt werden, zum Beispiel Anis, Koriander, Wacholder, Ingwer.

Klrmittel :

Zusatzstoffe zur Klrung des Bieres. Man unterscheidet zwischen chemisch wirkenden Mitteln (z. B. Tannin, Irish Moos, Hausenblase), die vom Reinheitsgebot nicht zugelassen sind und den technischen Mitteln (z. B. Aktivkohle), die keinen Einfluss auf das Bier hinterlassen. Letztere sind vom Reinheitsgebot erlaubt.

Kohlensure :

Nebenprodukt bei der Grung. Kann auch zustzlich hinzugegeben werden.

Krusenvergabe :

Zugabe von einer kleinen Menge teilvergorener Wrze whrend der Lagerung zur Anregung der Nachgrung. Krusenbiere zeichnen sich in der Regel durch ihren frischen und spritzigen Charakter aus.

Kalorien :

Das Bier einen hohen Kalorienanteil enthalten soll ist falsch. Bier hat pro Liter, je nach Sorte, rund 450 kcal (=1870 kJ). Nur Mineralwasser, Kaffee (ohne Milch und Zucker) und Tee (ebenfalls ohne Milch, Zitrone oder Zucker) sind kalorienrmer. Milch hat beispielsweise 600 Kalorien je Liter und Wein 700. Spirituosen haben etwa 3.000 Kalorien je Liter. Bier ist ein "gesundes Getrnk". Siehe auch Bier und Gesundheit.

Kieselgur :

Ein sehr feinkrniges Pulver, das aus den kieselsurereichen Panzern in der Vorzeit abgestorbener Swasser- bzw. Meeresalgen gewonnen wird. Kieselgur hat die Eigenschaft, Trbstoffe an sich zu binden. Daher wird sie zum Klren des Bieres verwendet, vor allem auch, weil sie im Bier unlslich ist. In den Kieselgurfiltern bildet sie eine Filterschicht, die Trbstoffe zurckhlt, so dass das Bier ganz klar herausluft.

Klrmittel :

Whrend der Nachgrung sinken die Hefezellen zu Boden und reien trbende Bestandteile wie Eiweistoffe oder Hopfenharze mit sich; das ist die natrliche Klrung des Bieres. Man kann dies beschleunigen, indem Hilfsmittel wie z.B. Zentrifugen verwendet werden.

Klosterbrauerei :

Die Klster haben sich um die Braukunst besonders verdient gemacht. Fast jedes Kloster hatte frher eine eigene Brauerei.


Linde :

Carl von Linde erfand 1877 die Kltemaschine. Durch diese bahnbrechende Erfindung wurde das ganzjhrige Brauen untergriger Biere erheblich erleichtert. Die Brauer waren nun nicht mehr gezwungen, im Winter Natureis aufwendig einzulagern, damit sie fr die warmen Monate Khlmglichkeiten hatten. 

Leichtbier :

Kalorienarme Biere, mit einem Alkoholgehalt zwischen 2 und 3,2 %. Whrend der Grung wird entweder die Bildung von Alkohol gebremst oder der Alkohol nach dem Grprozess entzogen. Leichtbiere haben rund 40 % weniger Brennwert und Alkohol als ihre vollbierigen Verwandten. Diese Biere sollten mit rund 7 Grad Celsius genossen werden. Es gibt "leichtes" Pils, Alt, Klsch und Weizen.

Lager :

Untergriges Bier, das vor allem sdlich des Weiwurstquators als Bayrisch Hell bzw. Bayrisch Dunkel verbreitet ist.

Lutern :

Gemeint ist das Abziehen der Maische aus dem Maischbottich. Zum Einsatz kommt hierzu der sogenannte Luterbottich, der mit einem Rhrwerk ausgestattet ist, um eine umfassende Extraktion des Malzzuckers zu erzielen. Man spricht auch vom Klren. Dabei werden auch alle festen Bestandteile des Hopfens und die ausgefallenen Eiweirckstnde des Malzes herausgefiltert. Man erhlt dadurch die Wrze.

Linde, Carl von :

Carl von Linde ist der Erfinder der Khlmaschine. Durch seine Erfindung wurde das Brauen whrend des ganzen Jahres mglich.


Mrzen :

Ein untergriges Vollbier. Vor Erfindung der Kltemaschine wurden Mrzen im letzten Wintermonat Mrz so stark eingebraut, das es durch seinen hheren Alkoholgehalt lnger haltbar blieb. 

Magnus :

Heiliger Schutzpatron der Hopfenbauern.

Maischen :

Unter Maischen und Einmaischen versteht man das Mischen des geschroteten Braumalzes mit dem Brauwasser.

Malz :

Entsteht durch die besondere Behandlung der Braugerste in den Mlzereien. Die Braugerste wird im Wasser gequollen und zum Keimen gebracht. Nach einigen Tagen wird der Keimprozess beendet und das Malz gedarrt (getrocknet).

Malzbier :

Auch oftmals als Malztrunk bezeichnet. Ein zumeist sehr alkoholarmes Bier mit einem Stammwrzegehalt von 12-13% ohne Hopfenzusatz. Teilweise auch mit Zuckerzusatz. Insgesamt slich schmeckend.

Met :

Vorlufer des Bieres. Berauschendes germanisches Getrnk, bei dem Honig mit vergoren wird. Diese Sorte gibt es auch auf Bierbasis. Hier wird vor dem Gr- und Reifeprozess Honig mit hinzugefgt, wobei dieser komplett vergoren wird. Deswegen schmeckt dieser Met dann auch nicht s. 


Obergrig :

Biere, die mit obergriger Hefe hergestellt werden, also Weizen, Klsch und Alt sowie Berliner Weie. Die obergrige Methode ist die lteste Vergrungsart.

Oktoberfestbier :

Untergriges Vollbier, das im Mrz oder April gesotten wird und ber die Sommermonate zum Ausschank beim Oktoberfest in den Bierkeller eingelagert wird.

Old Ale :

Englischer, obergriger Ale - Biertyp. Herzhaft im Charakter, zumeist dunkelfarben, mild und s im Geschmack. Old Ales werden nicht vollstndig durchgegoren, so dass der verbliebene Malzzucker Auswirkungen auf Sen und Krper hat. Oftmals gehaltvoll und mittelkrftig, teilweise auch lange gereift.


Pasteurisierung :

Konservierungsverfahren zur Beseitigung aller Keime mit Hitze. Dabei werden auch die Hefebakterien abgettet, weswegen pasteurisierte Biere nicht nachreifen knnen. Alle Dosenbiere sowie fast alle fr den Export bestimmten Biere sind pasteurisiert.

Pils :

 ist ein helles untergriges Vollbier mit hopfenbetontem Aroma (der Name geht auf die Stadt Pilsen zurck, aus der dieses Bier ursprnglich stammt).

Pilsener Dit :

Durch starke Vergrung werden die Kohlehydrate reduziert, wodurch ein relativ hoher Alkoholgehalt entsteht, der wegen der Ditverordnung teilweise wieder entzogen werden muss. Die etwas irrefhrende Bezeichnung bedeutet nicht, dass das Bier weniger Kalorien als ein normales Pils hat.

Pilsener dunkel :

Meistens auch Schwarzbier genannt. Frher sehr seltene Pilsspezialitt, die mit dunklem Malz gebraut wird. Wie das Black Jack der Meiniger Privatbrauerei.

Pro-Kopfverbrauch :

Der Durchschnittsdeutsche trinkt im Jahr ca. 144 Liter Bier - mehr als jeder andere auf der Welt.

Jahr

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

Liter pro Kopf

141,9

142,0

135,9

138,0

135,9

131,9

131,2

127,5

127,5

Pilsator :

Bierspezialitt, die es nur im Gebiet der ehemaligen DDR gibt. Ist infolge Sortenbereinigung vom Aussterben bedroht. Schmeckt wie eine Mischung aus Pils und Export, wie das Diamant Pilsator der Diamant-Brauerei aus Magdeburg.

Porter :

Dunkles obergriges Bier. Londoner Biertyp, der aber auf der ganzen Welt anzutreffen ist. So zum Beispiel in Amerika von der Boston Beer Company mit ihrem mit Honig eingebrauten Samuel Adams Honey Porter. Der Name entstand in Anlehnung an die hart arbeitenden Dockarbeiter (engl. Porter) in den Londoner Docks, die nach der Arbeit vorzugsweise dieses Bier tranken. War zur damaligen Zeit identisch mit Stout. Heute sind Porter in der Regel etwas leichter im Geschmack als ein Stout. Erlebt zur Zeit in Nordamerika eine Renaissance.

Pasteurisieren :

Haltbarmachen eines Bieres durch Erwrmen des abgefllten Behltnisses. Notwendig oftmals, wenn das Bier exportiert wird und damit extrem lange haltbar sein muss.

pH-Wert :

Begriff zur Kennzeichnung des Sure- bzw. Alkalittigrades einer Lsung. Bei einem pH-Wert unter 7 ist die Flssigkeit sauer, bei einem Wert ber 7 liegt eine alkalische Lsung vor.

Pichen :

Behandlung der Holzfsser mit Pech, um die Poren und Fugen des Holzes zu schlieen, ein Entweichen der Kohlensure zu verhindern und im Fassinneren eine leicht zu reinigende glatte Flche zu bilden.


Reinheitsgebot:

 Die lteste bis heute gltige lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt aus dem Jahre 1516.

Danach darf Bier in Deutschland nur aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe gebraut werden.

Roggenbier :

hnlich wie beim Weizen wird beim Roggen anstelle von Gerstenmalz Roggenmalz verwendet. Roggenbier ist obergrig.

Radler  :

Biermischgetrnk, das traditionsgem aus Exportbier und Zitronenlimonade gemischt wird. Wird im Norden Alsterwasser genannt. Die Brauerei Henninger hat mit ihrem Radler eine wahre Rennaisance eingeleitet und den Markt der alkoholfreien und alkoholarmen Bieren weit hinter sich gelassen. Der neue Klassiker: Henninger Radler.

Rauchbier :

Bei diesem Bier wird das Malz ber einem offenen Buchenholzfeuer getrocknet, was einen rauchigen Geschmack des Bieres ergibt. Siehe dazu auch Steinbier. Sehr zu empfehlen ist das Aecht Schlenkerla Rauchbier Mrzen der Brauerei Heller, Bamberg. Insbesondere im Frnkischen wird gerne mit Rauchmalz gebraut.

Roggen :

Obergriges Bier aus Roggenmalz. hnlich dem Weizen, jedoch schwerer zu brauen und daher sehr selten zu finden. Bekanntester Vertreter ist das Schierlinger Roggen.

Rotbier :

Obergriges Bier aus Westflandern mit tiefer, burgunderroten Farbe. Reift zum Teil sehr lange in Holztonnen. Suerlich herber Charakter.

Reifung :

Damit bezeichnet man die Lagerzeit zur Bildung natrlicher Kohlensure. Man unterscheidet zwischen Warmreifung und Kaltreifung.


Stammwrze :

der Anteil der aus Malz gelsten Stoffe in der unvergorenen Wrze. Das sind vor allem Malzzucker, Eiwei, Vitamine und Aromastoffe. Bei der Grung wird mit Hilfe der Hefe daraus etwa ein Drittel Alkohol, ein Drittel Hohlensure und ein Drittel Restextrakt.

Seefahrtsbier :

Dieses Bier wird heute nur noch am zweiten Freitag des Februar im Bremer Ratskeller gebraut, zur sogenannten Schiffermahlzeit. Frher wurde es am Ende des Winters den Seeleuten vor dem Auslaufen dargeboten. Das Seefahrtsbier ist sehr malzig.

Spezial :

Die Spezialbiere sind meist Festbiere, die fr bestimmte Anlsse gebraut werden. Solche sind z.B. das Oktoberfest, Cannstatter Wasen. Es gibt weiterhin Osterbier und Weihnachtsbier, die meist untergrig, strker als Export sind, diesem jedoch ansonsten sehr hneln.

Steinbier :

Fr das Steinbier werden Natursteine ber dem offenen Feuer erhitzt und in die Maische getaucht. Der Malzzucker karamellisiert auf der Steinoberflche. Bei der Nachgrung werden diese Steine dann erneut hinzugegeben. Das eigentmliche an diesem Bier ist der rauchige Geschmack, hnlich dem Rauchbier.

Schwarzbier :

Das Schwarzbier ist ein spritziges, untergriges Vollbier mit ca. 5% Alkohol. Die Geschmackscharakteristika sind uneinheitlich. Die dunkle Farbe erhlt das Schwarzbier durch die Verwendung dunkler (Rst) Malze. Das bekannteste Schwarzbier ist das Kstritzer Schwarzbier. Optimal schmeckt es bei 8 Grad Celsius aus einem Schwarzbierpokal.

Schankbier :

Schankbiere haben zwischen 10 und 12 Stammwrze.

Sud :

Als Sud bezeichnet man den Vorgang vom Maischen bis zum Kochen der Wrze.

Sektbier :

Biermischgetrnk aus Sekt und Bier. Diese Mischung ist ein Marketinggag der deutschen Getrnkeindustrie, um wegen des sinkenden Bierkonsums mehr Frauen an das Medium Bier zu gewhnen. Nach intensiven Umfragen wre diese Mischung angeblich eine Mglichkeit den nichtbiertrinkenden Frauen das Flssigbrot schmackhaft zu machen. Ob's hilft?

Schaum :

Er entsteht durch die Kohlensure, die sich beim Einschenken entbindet. Diese blst sich, unter Mitwirkung des Hopfens und von Eiwei, wie ein elastisches Hutchen auf.

Spundung :

Das exakt eingestellte unter Druck halten des Bieres whrend der Nachgrung, um die gewnschte Lsung der Kohlensure zu erreichen.

Stacheln :

Ein alter Brauch von Biertrinkern bestimmter Regionen. Ein glhender Eisenstachel wird zum Erhitzen des Bieres in das kalte Bier getaucht. Der Zucker karamellisiert und erzeugt einen besonderen Geschmack.

Sudhaus :

Im Sudhaus stehen Maischbottich, Luterbottich und Wrzepfanne. Hier wird das mit Wasser vermischte Malzschrot verzuckert. Die von den Trebern befreite Flssigkeit ist die Wrze, die mit Hopfen gekocht (gesotten) wird.


Treber :

Treber werden die festen Bestandteile der Maische genannt, die beim Lutern von der flssigen Wrze getrennt werden. Durch den hohen Eiweigehalt werden diese oft als Tierfutter verwertet.

Trappistenbier :

 Nur ein in einem Trappistenkloster gebrautes Bier darf diesen Namen tragen. In Belgien sind dies Chimay, Orval, Rochefort, Westmalle und Westvleteren. In den Niederlanden ist es Schaapskooi. Obergrig gebraut und flaschengereift. Zumeist s und stark, gibt es auch Biere mit herber Note.

Trub :

Die beim Wrzekochen ausgeschiedenen Eiweistoffe. Der Trub wird vor der Grung entfernt.

Trbung :

Trb kann ein Bier werden durch Fehler bei der Herstellung, Unsauberkeit oder falsche Behandlung beim Kunden. Ursachen sind Hefen, Bakterien, Bierwrzebestandteile, Eiweistoffe. Trbungsbildend ist auch zu kalte Lagerung, z.B. im Tiefkhlschrank.


Untergriges Bier :

Die meisten sterreichischen Biere werden heute untergrig, also bei einer Temperatur von 4-8 C gebraut. Lngere Haltbarkeit, bessere Transportfhigkeit.

untergrige Hefe :

Auch Lager-Hefen genannt. Gattung Saccharomyces carlsbergensis. Untergrige Hefen arbeiten bei niedrigen Temperaturen und setzen sich am Boden ab. Die Primrgrung luft im Bereich 5 bis 9 C ab, die Reifung bei fast 0 C. Der Prozess luft wesentlich langsamer ab, als bei obergrigen Hefen, dabei verarbeiten die Hefezellen praktisch alle verwertbare Nahrung, so dass kaum Zucker und Ester brig bleiben. Die untergrigen Biere haben deswegen einen trockenen, runden und sauberen Charakter. 1883 wurde bei der Brauerei Carlsberg in Kopenhagen durch den Brauereiwissenschaftler Emil Hansen die untergrigen Hefestmme isoliert und gezielt gezchtet. Seine Arbeit bildete den Grundstock des modernen Brauwesens.


Vollbier :

Alle Biere zwischen 12 und 14 Stammwrze gelten bei uns als Vollbiere, wobei hinsichtlich der Sachbezeichnung der spezifische Biertyp, also Weibier, Pils oder Mrzen, Vorrang hat.

Vergrungsgrad :

Damit bezeichnet man das Ausma an Vergrung, das bei der Umwandlung des grfhigen Zuckers durch Hefen in Alkohol und Kohlensure erzielt wird.

Verzuckern :

Umwandlung der Malzstrke in Zucker. Erfolgt etwa bei 63-75 Grad Celsius durch Bildung von Enzymen.

Vollmundigkeit :

Harmonie des Geschmackseindruckes eines Bieres, stark abhngig von der jeweiligen Sorte.


Weizenbier :

Obergriges Vollbier mit etwa 5,5% Alkohol und fruchtigem Geschmack. Der Weizenmalzanteil betrgt mindestens 50 Prozent, der Rest ist Gerstenmalz. Einige Weizenbiere sind aus reinem Weizenmalz hergestellt. Weizenbier gilt als Bayrische Spezialitt, hat aber lngst einen bundesweiten Siegeszug angetreten. Weil die Herstellung von Gerstenmalz von den bayrischen Herzgen monopolisiert wurde, um den Preis zu treiben, entstand diese Biersorte. Oft wird das Weizen direkt nach der Hauptgrung in Flaschen abgefllt und grt in der Flasche nach. Vor allem in der Biergartensaison ist das Weizenbier eine beliebte Erfrischung in ganz Deutschland. Varianten sind hefetrbes (ungefiltertes), dunkles und Kristall (klares), also gefiltertes Weizenbier. Zu den national bekannt gewordenen Weizenbiermarken gehrt auch die nicht-bayrische Marke Schoefferhofer.

Wasser :

ist die Grundlage fr reines Bier. Aus eigenen Brunnen und Quellen der Brauerei, die oft fr den Standort einer Brauerei mitverantwortlich waren, wird kristallklares Wasser zur Bierherstellung verwendet. Die Ansprche der Braumeister in Bezug auf Brauwasser sind meist hher als die an Trinkwasser, so werden fr helle Biere z. B. nur sehr weiche (kalkarme) Wasser verwendet. Neben dem Brauprozess werden fr Reinigungsarbeiten pro Liter hergestelltem Bier ca. fnf Liter Wasser bentigt.

Weizenbock :

Starkes obergriges Bier aus Weizenmalz mit meist ber 16% Stammwrze. Ein starker Vertreter ist der Erdinger Pikantus, ein dunkler Weizenbock.

Wiener :

Auch als Wiener Export oder Wiener Lager bezeichnet. Untergriges Lagerbier mit bernsteinfarbener bis kupferfarbenen Tnung. Sanfte Malzigkeit, malzig - slich und wrzig im Aroma. Ursprnglich in Wien eingefhrt und dann in Mnchen durch die Spaten-Brauerei weiter verbreitet, da jedoch als Mrzen, bzw. Oktoberfestbier.

Warmreifung :

Reifung bei Temperaturen ber zumeist 10 C. Dabei ergibt sich eine Erweiterung der Geschmackskomplexititt. Obergrige Biere erfahren in der Regel eine Warmreifung.

Weihenstephan :

Die lteste existierende Brauerei der Welt. Gleichzeitig ist dort die Fakultt fr Brauwesen an der Technischen Universitt Mnchen. Zusammen mit der Versuchs- und Lehranstalt Berlin die bedeutendste Forschungs- und Ausbildungssttte fr das Brauwesen.

Wrze :

Die aus dem Malz gewonnenen lslichen Bestandteile werden zusammen mit dem Hopfen in der Wrzepfanne gekocht. Damit wird die Keimfreiheit erzielt und durch das Einkochen der vorgesehene Stammwrzegehalt erreicht.


Zapfen :

Das legendre 7 - Minuten - Pilz ist berholt. Ein zgig gezapftes Pilz hat mehr Kohlensure und schmeckt somit frischer - und das in nur 3 Minuten.

Zwickl - Bier : 

Es ist ein ungefiltertes Bier, das ber einen eigenen Zwickelhahn vom Lagertank entnommen wird. Zwickelbier wird in der letzten Zeit verstrkt als eine Besonderheit angeboten.

Zymase :

Ein Hefeenzym, das fr die Einleitung der Grung verantwortlich ist.


BIER-PIVO-BIRRA-BEER-CERVEZA