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Deutsches Bier
Die Hauptbiersorten
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Untergrige Biersorten
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Die Vielfalt unserer Biersorten und Biermarken ist riesig. Allein in Deutschland gibt es schtzungsweise 5.bis 6.Tausend verschiedene Biererzeugnisse. Die bekanntesten untergrigen Biersorten sind Pils, Export, Lager, Bockbier und Mrzen. Mit einem Marktanteil von etwa 65 % gehrt das Pils zu den beliebtesten Untergrigen Bieren. Es muss nach neuem Biergesetz mindestens 11 % Stammwrzegehalt haben. Beim Exportbier handelt es sich um eine Biersorte, die sich schon frher einfach transportieren lie, ohne dabei Schaden zu nehmen. Der Name "Export" hat sich gehalten, obwohl dieses Bier heute kaum noch exportiert wird. Sein Stammwrzegehalt muss nach neuem Biergesetz mindestens 12 % betragen. Das Lagerbier wurde frher besonders im Zeitigen Frhjahr gebraut und musste bis zum Herbst halten, weil wegen fehlender Khlmglichkeiten im Sommer kein untergriges Bier gebraut werden konnte. Es lagerte oft mehrere Monate vor dem Ausschank im Keller. Heute sind Lagerbiere weniger stark gehopft und mssen einen Stammwrzegehalt von mindesten 10 % haben. Zu den Starkbieren gehren die Bockbiere. Ihr Stammwrzegehalt muss mindestens 16 %, der Alkoholgehalt ber 5 % betragen. Es gibt auch noch untergrige Spezialbiere mit mindestens 13 % Stammwrzegehalt, die fr besondere Anlsse gebraut werden. |
Obergrige Biersorten
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Zu den bekanntesten obergrigen Biersorten gehren Alt, Klsch, Weie, Weizenbier, Weizenbock und Malzbier. Das in Nordrheinwestfalen beliebte Altbier ist immer dunkel, recht stark gehopft und bildet einen sahnigen Schaum. Der Name "Altbier" erinnert noch heute an die ursprngliche obergrige Braumethode. Das Klsch, das nur im Raum Kln von zwei Dutzend Brauern hergestellt werden darf, ist dem Altbier sehr hnlich. Es ist aber immer hell und schmeckt herber als andere obergrige Biere. Zum Weizen - oder Weibier gibt es eine kurfrstlich - bayrische Verordnung aus dem Jahre 1803, in der es heit, dieses Bier soll "stark Perlen und hoch schumen, es muss die im Hopfen eigene Bitterkeit mit sich fhren, auf dem Gaumen eine khlende und erquickende Empfindung erregen, und der kitzelnde Geschmack desselben muss sich auch im Geruch mitteilen". |
| Die Unterscheidungsmerkmale der
deutschen Biersorten nach Stammwrze - und Alkoholgehalt sowie nach
geschmacklichen Besonderheiten finden Sie hier in Form einer Tabelle aufgelistet
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| Biertyp/Sorte |
Charakteristik |
Stammwrze | Alkoholgehalt | Farbe |
| ALT | obergrig ; hopfenbetontes blankes Vollbier |
durchschnittlich 11,5 % | ca.4,8 % vol | dunkel - bernsteinfarben |
| Berliner Weisse | obergrig ; spritziges, leicht hefetrbes Schankbier mit leicht suerlichen Geschmack |
7 - 8 % | ca. 2,8 % vol | dunkelgelb |
| Dunkles Lagerbier | untergrig ; leicht gehopftes, vollmundiges, malzaromatisches Vollbier |
ber 11 % | ca. 4,8 % vol | dunkel |
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Export |
untergrig ; helles krperreiches Bier, dem die Hopfenbetonung fehlt |
12,0 % bis 14,0 % |
4,0 bis 4,5 % |
goldfarben |
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Helles |
untergrig ; malzaromatisch und mig gehopft, Untergruppe des Exports, Verbreitung hauptschlich in Bayern |
11,0 % bis 12,5 % |
3,5 bis 4,5 % |
hellgelb |
| Helles Lagerbier | untergrig ; malzaromatisches Vollbier, krftig und ein wenig s, auch auch als dunkles Export erhltlich |
11 - 14 %, Export blicherweise 12 % | 4,6 - 5,6 % vol | hellgelb, aber auch dunkel |
| Keller | untergrig ; helles Bier mit leichtem Malzaroma und sprbarem Hopfenaroma; hufig unfiltriert und ungespundet |
11 % bis 12,5 % | 4,5 bis 5,2 % | hell bis bronzefarben |
| Klsch | obergrig ; hopfenbetontes Vollbier |
durchschnittlich 11,3 % | ca. 4,8 % vol | sehr hellgelb |
| Leichtbier | Schank oder Vollbier fr Kalorienbewussten Genuss, da 40 % weniger Alkohol als bliches Vollbier |
zwischen 7 und 11 % (Schankbier) ber 11 % Vollbier | ab 2 % bis ca. 3,2 % vol | variiert je nach Sorte |
| Mrzen | untergrig ; krftiges, malzses und sffiges Bier |
12,5 bis 14,0 % | 4,5 bis 5,2 % | sattgelb bis dunkelbraun |
| Pils | untergrig ; Vollbier mit vorherrschendem Hopfengeschmack und feinsahnigem Schaum |
ber 11 % | ca. 4,8 % vol | hellgoldfarben |
| Rauchbier | untergrig ; malzaromatisches, wenig hopfenbetontes Bier mit leichtem bis deutlichem Rauchgeschmack |
11,0 bis 12,8 % | 4,3 bis 5,1 % | Bernsteinfarben bis schwarzbraun |
| Schwarzbier | untergrig ; vollmundiges Vollbier ; keine einheitliche Geschmackscharakteristik |
ber 11 % | ca. 4,8 % bis 5 % | sehr dunkel |
| Starkbier, Bock, Doppelbock | untergrig als Bock und Doppelbock ; obergrig als Weizenbock und Weizendoppelbock ; vollmundig |
16 % und mehr | ca. 7 % vol | goldfarben, goldbraun oder dunkelbraun |
| Weizenbier/ Weibier | obergrig ; meist leicht hefetrbes Vollbier mit einem fruchtigen und wrzigen Geschmack |
11 - 14 % | ca. 4,5 % | hell oder dunkel |
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Bier Typ / Sorte |
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1. Pils: |
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Pils muss nach seiner regionalen Herkunft betrachtet werden. Sddeutsches Pils hat trotz der Bittere eine leichte Malzbetonung. Norddeutsche Biere sind deutlich bitterer und sehr viel schlanker. Generell lsst sich sagen, dass Pilsbiere schlank, hopfenbetont sind und einen sehrfeinporigen Schaum haben sollten. |
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2. Lager/Kellerbiere: |
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Diese Biere sind bernsteinfarben bis dunkel und haben meist einen mittleren bis hohen Hopfenanteil. Der Malzcharakter ist karamellartig bis gerstet. Da Kellerbiere hufig unfiltriert sind, haben sie eine hhere Vollmundigkeit. Einige Kellerbiere sind ungespundet und haben daher einen sehr niedrigen CO2 -Gehalt. Geringe Mengen Diazethyl und Ester sind akzeptabel. |
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3. Wiener: |
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Biere dieser Kategorie sind rtlich bis kupferfarben. Sie sind schlank bis leicht vollmundig. Diese Biere werden durch ihr malziges Aroma mit leicht malziger Se und einer reinen Hopfenbittere gekennzeichnet. Es sollten edle Bitter- und Aromahopfen in geringer bis miger Menge verwendet werden. Fruchtester, Diazethyl und Eiweitrbungen sollten nicht vorhanden sein. |
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4. Mrzen: |
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Mrzentypisch ist die mittlere Vollmundigkeit und eine sehr breite Farbpalette von golden bis rotbraun. Der se Malzgeschmack sollte ber die reine, edle Hopfenbittere dominieren. Der Malzcharakter sollte dagegen eher rstig als zu harmonisch sein. Hopfenaroma und -geschmack sollten zwar vorhanden, aber nicht zu stark sein. Fruchtige Ester sind nicht erwnscht. |
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5. Altbier: |
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Dieses kupferfarbene bis braune Bier wird sehr stark gehopft, hat eine mittlere Vollmundigkeit und einen malzigen Geschmack. Eine Vielzahl von Malzen, auch Weizen, kann verwendet werden. Der Hopfengeschmack ist offensichtlich. |
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6. Klsch: |
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Dieses Bier wird warm hauptvergoren und kalt gelagert. Das Klsch hat eine goldene Farbe und eine Geschmackspalette von schlank ber fruchtig bis zu s. Es sollte aber trotzdem nicht vollmundig sein. Klsch ist nur schwach gehopft und hat ein leicht bitteres Aroma. |
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7. Weizenbier: |
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Das Aroma und der Geruch dieser Biere sollte fruchtig und phenolisch sein. Der typische Weizenbiercharakter wird hufig als bananig, vanillig, nelken-, muskatnussartig bezeichnet. Weizenbiere mssen aus mindestens 50% Weizenmalz hergestellt sein. Die Hopfengabe ist sehr gering, der CO2 -Gehalt dagegen hoch, bis zu 9g CO2 pro Liter. Die Vollmundigkeit von Weizenbieren liegt im mittleren bis hohen Bereich. Der teilweise brotartige Geschmack der Biere kommt von der noch im Bier vorhandenen Hefe, was auch zu einer hheren Vollmundigkeit fhrt. Diazethyl, Hefebittere sowie Autolysegeschmack darf nicht vorhanden sein. |
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8. Kruter- und Gewrzbiere: |
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Sie kennzeichnen sich durch die Verwendung von Krutern und Gewrzen. Um das Aromaprofil dieser Biere bemerken zu knnen sollten die Biere nicht zu voll-mundig und malzbetont sein und auch nicht zu stark gehopft werden. Eine Unterhopfung ist durchaus sortentypisch. |
BIER-PIVO-BIRRA-BEER-CERVEZA